Als Vorstände der Landmarken AG und Anke auch als Vertreterin der Gesellschafterfamilie seid ihr beiden Teil des Steering Boards der Landmarken Group. Was versprecht ihr euch von der engeren Verzahnung der Unternehmen?
Jens Kreiterling: Wir werden unabhängiger und versprechen uns von dieser Bündelung zum einen eine Effizienzsteigerung. Zum anderen erzeugen wir im Zusammenwirken der Unternehmen Synergien, die wir zum Teil ja auch jetzt schon nutzen. Diese werden verstärkt auf das Wachstum in der Landmarken Group einzahlen.
Ist das auch eine Reaktion auf veränderte Markbedingungen?
Anke Tsitouras: Ja. Die Fähigkeit, das Geschäftsmodell immer wieder dem Markt anzupassen, ist Teil unserer DNA. Landmarken gibt es seit fast 40 Jahren, und diese Agilität war immer ein prägender Faktor unserer Erfolgsgeschichte.
Jens Kreiterling: Die Landmarken AG hat sich in diesem Rahmen vom Trader Developer zum Investor Developer entwickelt. Auch das ist eine Reaktion auf den Wandel des Marktes, die uns im Ergebnis stärker macht.
War im Kontext der engeren Verzahnung auch die Schaffung des Landmarken-Campus zu verstehen, des neuen Bürocampus für die Landmarken-Familie in Aachen?
Anke Tsitouras: Ja, das war ein wichtiger Schritt zur Bündelung der Kapazit.ten. Und wir sind immer noch begeistert, wie gut er funktioniert. Die Mitarbeitenden fühlen sich wohl, die Auslastung ist hoch. Dadurch erreichen wir genau unser Ziel: dass interdisziplinäre Teams abteilungs und unternehmensübergreifend kollaborieren – mit Erfolg!
Wo liegen künftig die Schwerpunkte der Landmarken AG?
Anke Tsitouras: Wir bleiben ein breit aufgestellter, nachhaltig ausgerichteter Entwickler von Quartieren, Wohn-, Arbeits-, Forschungs- und Lernwelten. Das Geschäft der Moringa GmbH wird mit der ökologischen und sozialen Entwicklung von Wohnraum in die Aktivitäten der Landmarken integriert.
Jens Kreiterling: Im Bereich Development setzen wir uns klare Schwerpunkte: erstens die Entwicklung unterschiedlichster Wohnangebote, zweitens die nachhaltige Transformation gewerblicher Bestandsimmobilien und drittens die Infrastruktur: Hier prüfen wir zum Beispiel das Thema Datencenter. Selektiv beschäftigen wir uns auch weiterhin mit Refurbishments von Handelsimmobilien, Büroneubauten für Unternehmen oder die öffentliche Hand und Quartiersentwicklungen oder -transformationen. Zudem sind wir zu einer Bestandshalterstrategie übergegangen, die es uns erlaubt, Immobilien im Bestand zu halten.